Die Geschichte des Leinsweiler Hof ist tief verwurzelt in diese Gegend.
Hier können Sie einige interessante Informationen über unser Haus, von den ersten Anfängen bis Heute erfahren.
Als 1934 und 1935, bedingt durch die großen Weinernten, die Winzer der Südpfalz unter einer Weinschwemme zu leiden hatten, entstand aus der Not ein Gedanke. Gauleiter Josef Bürckel proklamierte die Deutsche Weinstrasse. Der Sinn war, den Winzern aus ihrer Lage zu helfen und die Weine der Südpfalz intensiv zu vermarkten. Zur Unterstützung dieses Zieles ließ Bürckel, von Prof. Schmitthenner geplant, zunächst 1935/36 das Deutsche Weintor in Schweigen bauen. Als Pendant dazu sollten in einem Abstand von 15 bis 20 km entlang der Deutschen Weinstrasse fünf weitere Bauwerke entstehen, die zum einen als Kelterstation mit Weinverkauf und zum anderen als Gaststätte mit Ausflugszielcharakter fungieren sollten. Somit sollten jeweils überschaubare Regionen abgedeckt und als Fremdenverkehrsschwerpunkte hervorgehoben werden.
So wurde im Anschluss an die Eröffnung des Deutschen Weintores im Oktober 1936 mit dem Bau des„ Saarhof" begonnen. Ebenfalls geplant von dem Architekten Prof. Schmitthenner und den Landauer Architekten Peter und Mittel. „Saarhof" sollte das Haus deshalb genannt werden, weil die Stadt Saarbrücken die Trägerschaft übernommen hatte.
Während der Hauptbauphase von 1937 bis 1939 wurden hier handwerkliche Arbeiten durchgeführt, die heute fast nicht mehr zu bezahlen wären. Die Sandsteine schaffte man aus Oberotterbach, Bergzabern (damals noch nicht Bad) und Klingenmünster herbei. Die Steinmetze und Maurer der Firma Fischer aus Bergzabern gaben den Bruchsteinen Form und Gestalt. Die großen Quader, Stürze und Säulen wurden nach den Detailplänen der Architekten direkt in den Steinbrüchen vorgefertigt und zum Teil nummeriert. Schwarzwald-Tannen mit bis zu 25 m langem Stammholz fanden für die Decken, das Fachwerk und den Dachstuhl Verwendung. Die Firma Karl Marz aus lnsheim erhielt den Auftrag für die Zimmermannsarbeiten. Es wurden fast 360 cbm Bauholz verarbeitet. Der Sohn, Ernst Marz, heute pensionierter Bauunternehmer in Landau, sprach den Richtspruch. Die Dachziegeln kamen als Sonderanfertigung aus Rheinzabern.
1939 wurde der Rohbau mit Kriegsbeginn beendet, der „Saarhof" durch die Wehrmacht in Beschlag genommen. Erst 1944/45 kaufte die Gemeinde Leinsweiler das Anwesen von der Stadt Saarbrücken und setzte es unter Führung des damaligen Bürgermeisters Hans Wissing provisorisch instand. Es entstand die Genossenschaft Leinsweiler Hof GmbH, jedoch nur für kurze Zeit. 1951 übernahm der Landkreis Landau/Pfalz das Anwesen, um es dem pfälzischen Fremdenverkehr zu erhalten. Das Haus wurde um und ausgebaut und am 24. Mai 1952 um 19:30 Uhr als einer der schönsten und modernsten Fremdenverkehrs-Betriebe dieser Zeit, unter dem Pächter Werner Mantzke, eröffnet. Die Einladungen ergingen durch den damaligen Landrat Dr. Graß.
1964 wechselte wiederum der Leinsweiler Hof den Besitzer. Mitglieder der beiden Winzergenossenschaften„ Deutsches Weintor" und "Rietburg" gründeten die Vereinigung zur Winzerberatung und Weinabsatzförderung GmbH. Ein erneuter Verkauf stand 1970 an. Diesmal erwarb der Bad Bergzaberner Hotelier Arnold Neu sen. mit seiner Frau Rita und den Kindern den Leinweiler Hof. 1972 entstand durch den ersten Umbau das Terrassenrestaurant und 1976 wurden die vorhandenen 24 Zimmer (38 Betten) mit Dusche und WC ausgestattet.
1984 übernahm der Sohn Arnold Neu und Ehefrau Waltraud den Betrieb. In 3 Bauabschnitten wurde der Leinsweiler Hof 1990; 1993 und 1996 auf 145 Betten erweitert, sämtliche vorhandenen Gästezimmer umgebaut und es entstanden Hallenbad, ein Seminarzentrum, anspruchsvolle Hotelzimmer und Suiten sowie eine Hotelbar. Mit der Renovierung aller 4 Restaurants wurde der Leinsweiler Hof auf die Anforderungen eines 4-Sterne-Hotels und Spezialitätenrestaurants abgestimmt. Seit 1998 sind auch Oliver Neu mit Ehefrau Annette aktiv im Betrieb tätig und trugen mit ihrer Handschrift dazu bei den größten Umbau in der Geschichte des Leinsweiler Hofes im Jahre 2009 zu realisieren. In nur 6 Monaten wurde eine Oase zum Wohlfühlen mit südländischem Flair geschaffen und der Leinsweiler Hof gilt heute als das gastronomische „Flaggschiff" in der Südpfalz und rangiert unter den Top Ten der beliebtesten Hotels in Deutschland.










